Montag, 14.05.12

IHK-Exportleiterkreis besichtigt Terminalgelände und Logistikzone

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Unter dem Motto „Der JadeWeserPort vor dem Start" diskutierten rund 50 Teilnehmer des Exportleiterkreises der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK) bei ihrem jüngsten Treffen mit Logistikexperten die Möglichkeiten, die Deutschlands einziger Tiefwasserhafen für die oldenburgische Exportwirtschaft künftig bietet. 

 

„Da kommt etwas Großes auf uns zu, wenn ab dem 5. August dieses Jahres der JadeWeserPort startet“, sagte Robert Knief, Product Manager Seafreight Germany bei Hellmann Worldwide Logistics GmbH & Co. KG, Bremen. Die Kapazität der Containerschiffe werde künftig bis zu 20.000 TEU betragen. Der JadeWeserPort sichere daher die maritime Wettbewerbsfähigkeit und stärke den Logistikstandort in Norddeutschland. Positive wirtschaftliche Impulse seien auch für das  Hafenhinterland zu erwarten, z. B. für den  Niedersachsenpark in Neuenkirchen-Vörden, wo sich zuletzt ein großer Sportartikelhersteller angesiedelt habe, so die Einschätzung von Knief.  


Direkt im Container Terminal sollen laut Hans-Jürgen Fritsch, Eurogate-Projektmanager, bei Vollauslastung und Dreischichtbetrieb rund 1000 Arbeitsplätze entstehen. Fritsch rechnet mit weiteren hafenabhängigen Beschäftigten in der gleichen Größenordnung.  


Der neue Hafen werde sich zu einem klaren Standortortvorteil für die weitere Internationalisierung der Wirtschaft im Nordwesten entwickeln, so das Fazit im Exportleiterkreis. Mit Blick auf die zuletzt vermehrt kritische überregionale Wahrnehmung des Milliardenprojektes im Zuge der öffentlich geführten Diskussion um die aufgetretenen Schäden an der Kaje müsse die langfristige positive Bedeutung des Hafens wieder stärker ins Blickfeld rücken.


„Wir versenden  wöchentlich mehrere Container nach  Übersee“, so Christian Jonas, Vertriebsleiter bei der MBB Palfinger GmbH, Deutschlands größtem Hersteller von Hubladebühnen für Nutzfahrzeuge mit Sitz in Ganderkesee. . „Die Nähe zum JadeWeserPort sehe ich zukünftig daher als klare Chance für unser Unternehmen.“


Ähnlich sieht es Udo Müller, Geschäftsführer der Robert Kraemer GmbH & Co. KG, Rastede: „Als Hersteller von Harzen für Lacke, Druckfarben und Klebstoffe agieren wir weltweit – sowohl als Importeur von Rohstoffen als auch als Exporteur unserer Produkte. Die nahe Anbindung an den Port ist ein Vorteil, von dem wir uns auch positive preisliche Auswirkungen erwarten.“  


Malte Smolna, Geschäftsführer der Cetex-Rheinfaser GmbH, Ganderkesee und Vorsitzender des IHK-Exportleiterkreises, meint: „Der JadeWeserPort ist für die Exportwirtschaft im Oldenburger Land aber auch weit darüber hinaus
ein Megaprojekt mit einem enormen Chancenpotential. Im Hinblick auf Zeit- und Kostenmanagement wird der JadeWeserPort viele positive Aspekte für die regionale Wirtschaft erbringen. Als Importeur von Textilen und technischen Fasern, mit mehr als 1000 Containern im Jahr aus dem asiatischen Raum, werden wir das Potential des neuen Hafens unmittelbar nutzen. "


Nach den Vorträgen im JadeWeserPort-Infocenter ging es bei einer Terminalrundfahrt bis zur Kaikante, wo Mitte dieses Monats weitere vier der weltweit größten Containerkräne eintreffen und aufgestellt werden. Großes Interesse zeigten die Teilnehmer auch am Nordfrost-Seehafen-Terminal als erste Ansiedlung in der sich direkt an das Terminal anschließenden Logistikzone. Ab August können hier Tiefkühlware, Obst und Gemüse sowie allgemeines Stückgut umgeschlagen werden.


Der IHK-Exportleiterkreis ist die Plattform für Erfahrungsaustausch und Netzwerken der im Ausland aktiven Unternehmen im Oldenburger Land. Ihm gehören derzeit rund 100 Mitglieder und Gäste an.

Internet: www.ihk-oldenburg.de (Dok.-Nr. 1560)

 

Presseinformation IHK Oldenburg vom 10.05.12

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